06.17
Inventur des Equipment im Empire
Ich hasse das Gefühl, das man nach einem Clonejump hat. Alles dreht sich und eigentlich will alles, was der Klon im Magen hat automatisch raus. Der ranzige Geschmack im Mund eines Körpers der eine lange Zeit nicht geatmet hatte trug nicht gerade dazu bei, das ich mich heimisch fühlte. Alle Knochen schmerzten und ich brauchte eine Ewigkeit um mich aus dem Temperschaum der Klonlagereinheit herauszuschälen. Noch unsicher und wacklig stand ich in meinem Quartier und versuchte mich zu orientieren. Eigentlich fühlt man sich nach dem Sprung in einen lange nicht genutzten Klon eher wie nach einer Sauftour durch amarrianische Kneipen mit anschliessendem Wettsaufen mit ein paar Angels in einem Minmatar Club. Ich war wieder zuhause in meinem Hangar im Empire. Auf der Station wo mein Missionrunner Equipment und auch mein Klon eingelagert waren. Nachdem ich meinen Kadaver in die Dusche schleppen konnte und den Geschmack einer toten Katze von meiner Zunge entfernt hatte, inspizierte ich mein Equipment. Neben meiner Raven Navy Issue und meiner Loot Hurricane standen noch eine beträchtliche Anzahl an vor sich hinstaubenden Schiffen im Hangar. Ich hatte sie alle lange nicht benutzt. Manche von ihnen hatten ganz bestimmt leere Energiezellen. Ich würde Scotty und seine Dockmannschaft beauftragen müssen, mir beim flott machen der Schiffe zu helfen. Während ich durch den Hangar streifte und die Ausrüstung checkte kamen mir erste Zweifel ob die Kündigung bei Senum richtig war. Ich hatte die letzten Tage oft darüber nachgedacht, ob Senum für mich das richtige sei. Schlußendlich kam ich zu dem Schluss, das es besser sei zu gehen, so lange man noch auf Augenhöhe kommunizieren kann. Mein Sozialversicherungsausweis zeigte seit meiner Kündigung an, das ich nun zur Caldari Provisions gehöre. Wohin mich meine Wege treiben werden, kann ich aktuell nicht sagen. Ich lasse alles auf mich zukommen. Mal sehen was passiert. Die kommenden drei Wochen werde ich erst mal damit verbringen mein Equipment aufzupolieren, ein wenig Geld zu verdienen und meine Kontakte zu pflegen. Danach werde ich entscheiden in welche Richtung ich mich orientieren möchte.


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